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Lehrgang Unterstützte Kommunikation

Fortbildung anderer Anbieter

Montag, 1. Oktober 2018 09:00 - Donnerstag, 4. Juli 2019 17:00

Mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen bzw. zu kommunizieren, ist ein Grundbedürfnis von uns Menschen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die aufgrund einer angeborenen oder erworbenen Behinderung nicht verständlich oder gar nicht sprechen können, tun sich mit der Erfüllung dieses Grundbedürfnisses schwer. Im Alltag zeigen sich zwischen ihnen und ihrer Umwelt oft vielfältige Probleme in der Kommunikation.

Unterstützte Kommunikation (UK) verfolgt das Ziel, die Situation von Menschen mit schweren Kommunikationsbeeinträchtigungen und die ihrer Kommunikationspartner/innen zu verbessern. Es werden gezielt individuelle Hilfsmittel, Techniken und Strategien eingesetzt, die die Lautsprache ergänzen oder ersetzen und die Verständigung effektiver werden lassen.

Im Lehrgang „Unterstützte Kommunikation“ wird die Anwendung von UK in der pädagogischen und therapeutischen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderungen praxisnah vermittelt. Die Teilnehmer/innen lernen, wie kommunikationsbeeinträchtigte Personen ihre kommunikative Kompetenz erweitern und sich unabhängiger und differenzierter mitteilen können. Videobeispiele aus der Praxis zeigen, dass durch den Einsatz von Unterstützter Kommunikation das Risiko einer zusätzlichen Entwicklungsbeeinträchtigung gesenkt werden kann. Durch ein besonderes Training der Bezugspersonen werden die Chancen für Partizipation und soziale Integration verbessert.

Lehrgangsinhalte

Modul 1: Einführung in Unterstützte Kommunikation
Unterstützte Kommunikation bei Menschen mit schweren kognitiven Behinderungen. Dieses Modul gibt einen Überblick über das Fachgebiet der Unterstützten Kommunikation, stellt die Grundlagen der Entwicklung symbolischer Kommunikation vor und widmet sich der Fragestellung, wie UK für Menschen mit schweren geistigen Behinderungen hilfreich sein kann.
- Was ist Unterstützte Kommunikation – ein Überblick
- Was bedeutet es, nicht sprechen zu können?
- Entwicklung symbolischer Kommunikation – theoretische Grundlagen und Bedeutung für die praktische Arbeit
- Poster „Förderdiagnostik Unterstützte Kommunikation“

Modul 2: Gebärden und nichtelektronische Kommunikationshilfen
Im Modul 2 werden der Einsatz von Gebärden sowie die verschiedenen nichtelektronischen Kommunikationshilfen vorgestellt und praktisch erprobt. Die Teilnehmenden lernen Gebärdenkataloge und Symbolsammlungen kennen, üben die Erstellung und den Einsatz von Kommunikationstafeln und erfahren,auf welcher Basis das Vokabular für eine Kommunikationshilfe ausgewählt werden sollte.
- Gebärden in der Unterstützten Kommunikation
- Workshop: Lieder und interaktives Buchlesen mit Gebärden
- Überblick „Nichtelektronische Kommunikationshilfen“
- Kern- und Randvokabular
- Das Konzept der Fokuswörter
- Herstellen und Erproben von Kommunikationstafeln bzw. –ordnern

Modul 3: Elektronische Kommunikationshilfen
In diesem Modul lernen die Teilnehmenden die Wunderwelt der technischen Kommunikationshilfen kennen, angefangen bei adaptiertem Spielzeug und einfachen Schaltern für Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge über sprechende Tasten bis hin zu komplexen Geräten mit Sprachausgaben, mit denen auch im Internet gesurft und gechattet werden kann.
- Adaptiertes Spielzeug und Einsatz von einfachen Schaltern für Umweltkontrolle und Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge
- Sprechende Schalter
- Kommunikationsskripts für sprechende Schalter
- Einfache elektronische Kommunikationshilfen – sprechende Kommunikationstafeln
- Komplexe elektronische Kommunikationshilfen
- Ansteuermöglichkeiten
- Das iPad als Kommunikationshilfe

Modul 4: Spezifische Fragestellungen
Zum Abschluss des Lehrgangs sollen ausgewählte Fragestellungen, die sich in der UK-Praxis ergeben, behandelt werden. Zunächst werden diagnostische Verfahren im Bereich der Unterstützten Kommunikation vorgestellt. Die Besonderheiten der Gesprächssituation und Möglichkeiten des Partnertrainings werden aufgezeigt. Ein besonderes Augenmerk richtet dieses Modul auf die Zielgruppe der Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen.
- Diagnostische Verfahren in der UK
- Besonderheiten der Gesprächssituation
- Partnertraining nach dem COCP-Modell
- UK bei Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen
-  Praxisbeispiele der Teilnehmenden

Termine
01. und 02. Oktober 2018
10. und 11. Jänner 2019
24. und 25. April 2019
03. und 04. Juli 2019
jeweils 9:00 bis 17:00 Uhr
64 Unterrichtseinheiten

Referentin
Dr. Ursula Braun, Förderschulkonrektorin, Mitbegründerin und langjährige Vorsitzende der deutschsprachigen Sektion von ISAAC, Redaktion der Zeitschrift „Unterstützte Kommunikation“, langjährige Praxiserfahrung und Fortbildungstätigkeit,Lehraufträge an verschiedenen Universitäten, zahlreiche Veröffentlichungen

Lehrgangsabschluss
Der Lehrgang schließt mit einem Zertifikat des Caritas Bildungszentrums und der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e.V. ab.

Veranstalter   Bildungszentrum der Caritas Innsbruck 
Veranstaltungsort   Haus der Begegnung
Rennweg 12
6020 Innsbruck
Österreich
Webseite  
www.caritas-bildungszentrum.at
Leitung / Referent / Co-Referent   Dr. Ursula Braun
Zielgruppe   Einsteiger
Fortbildungspunkte   Bitte beim Veranstalter erfragen.
Teilnahmegebühren   990,00 € inkl. Seminarunterlagen. update-Förderung möglich. / ermäßigt -
Verpflegung/Unterkunft   Bitte beim Veranstalter erfragen.
Anmeldung/ Fragen zur Teilnahme   Bildungszentrum der Caritas Innsbruck
Weiterbildung für Sozial- und Gesundheitsberufe
Heiliggeiststraße 16, 6020 Innsbruck
0512 / 72 70 809
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Anmeldeschluss 02. September 2018
Regelungen zur Stornierung   Bitte beim Veranstalter erfragen.
Weitere Informationen/ Downloads   Folder LG Unterstützte Kommunikation 18.19.pdf