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EQAT-Auftakt in Wien

Die Taubblindenzentren aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden haben ein neues gemeinsames Projekt zur Professionalisierung der Taubblindenarbeit gestartet, das von der EU mit Erasmus plus-Mitteln gefördert wird: EQUAT. Darin geht es um die Schulung von Fachkräften, die mit taubblinden Menschen arbeiten.

Ein Kongress im Juni 2016 dazu wird in Heiligenbronn stattfinden. Eine Einladung dazu finden Sie hier. 

 In Wien erfolgte der Auftakt für ein neues Programm von sieben deutschen, österreichischen, schweizerischen und niederländischen Taubblindeneinrichtungen und der Universität Groningen zur Qualifizierung von Fachkräften, die mit taubblinden und hörsehbehinderten Menschen arbeiten.
Die stiftung st. franziskus heiligenbronn besorgt die Koordination des internationalen Projekts, für das es gelungen ist, eine EU-Förderung aus Mitteln des "Erasmus plus"-Programms bewilligt zu bekommen. Dafür wurde das eingereichte Konzept auf seine Qualität und Schlüssigkeit hin gründlich geprüft. In der Begründung der Förderzusage wird bestätigt: "Die Partnerschaft repräsentiert ein exzellentes mitteleuropäisches Expertennetzwerk und bindet weitere Experten für den deutschsprachigen Raum inklusive der Schweiz mit beratenden Experten ein."
Projektpartner sind neben der Stiftung St. Franziskus die Königliche Stiftung Kentalis und die Reichsuniversität Groningen aus den Niederlanden, aus Deutschland das Oberlinhaus Potsdam, das Deutsche Taubblindenwerk Hannover und die Blindeninstitutsstiftung Würzburg, aus Österreich das Hilfswerk für Taubblinde und hochgradig Hör- und Sehbehinderte sowie aus der Schweiz die "Tanne", Schweizerische Stiftung für Taubblinde. Mi diesen Partnern wurde bereits das ebenfalls von der EU geförderte Projekt "Professionalisierung pädagogischer Konzepte" über zwei Jahre hinweg realisiert.
Das Fortsetzungsprojekt heißt nun "EQUAT" (Entwicklung eines Qualifizierungsangebots im europäischen Taubblindenwesen). Es soll mit den Partnern zusammen und weiteren internationalen Experten das gemeinsam erarbeitete und dokumentierte Fachwissen in die praktische Arbeit mit taubblinden und hörsehbehinderten Menschen verankern. Für die Fachlichkeit in der praktischen Arbeit fehlen noch anerkannte Standards und Verfahren. Aber nur mit ihr, sagt die Heiligenbronner Taubblindenbeauftragte und Projektleiterin Dr. Andrea Wanka, "kann die Teilhabe an der Gesellschaft für Menschen mit Taubblindheit oder Hörsehbehinderung über ihre gesamte Lebensspanne gewährleistet werden".
Handlungsleitend für den Inhalt des Schulungskonzeptes sind die im Rahmen des Vorgängerprojekts erstmals aus dem Englischen ins Deutschen übertragenen Booklets "Kommunikation und angeborene Taubblindheit". Das erste Exemplar war vor einem Jahr in Heiligenbronn an die Bundesbehindertenbeauftragte Verena Bentele überreicht worden.
Der Startschuss für das neue EQUAT-Projekt mit Vertretern aller Partner und auch des Taubblinden-Weltverbandes fand jetzt in Wien beim Österreichischen Hilfswerk für Taubblinde statt. Das nächste größere Ereignis ist in Heiligenbronn geplant: im Juni wird wieder ein internationaler Fachkongress für Multiplikatoren in der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn bei Schramberg veranstaltet mit Referenten aus allen beteiligten Ländern, aber auch mit zwei der ursprünglichen Booklet-Herausgeber aus Dänemark und Frankreich. Der Kongress steht unter dem Titel "Taubblindenpädagogik im Dialog – Beziehung und Kommunikation unter außergewöhnlichen Umständen".

EQUAT Auftakt in Wien 1

Zum Foto EQUAT-Auftakt in Wien:
Auftakt zum neuen EU-Projekt EQUAT in Wien: das Kernteam für das Qualifizierungsangebot im europäischen Taubblindenwesen vor den Räumen des Österreichischen Hilfswerks für Taubblinde und hochgradig Hör- und Sehbehindert (ÖHTB).
Foto: ÖHTB

Zum Programm des Internationalen Fachkongresses am 24. und 25. Juni 2016 siehe die beigelegte Einladungs-Broschüre sowie unter
www.stiftung-st-franziskus.de/taubblind