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Der Paul- Goldschmidt- Preis 2011

Der Paul- Goldschmidt- Preis ist ein Preis, der Menschen ehrt, die großen Einsatz für unterstützt kommunizierende Menschen zeigen. Er wird alle zwei Jahre zur Eröffnung der ISAAC- GSC- Konferenz verliehen.

Paul Goldschmidt hat sich trotz schrecklicher Verfolgung und Quälerei in deutschen Konzentrationslagern später in den 70- er Jahren als Amsterdamer Logopäde am Dortmunder Lehrstuhl für Körper- und Sprachbehindertenpädagogik als einer der ersten um sprachtherapeutische Konzepte für Kinder mit neurologischen Erkrankungen und Behinderungen verdient gemacht.

2009 wurde der bis dahin verliehene Goldene ISAAC- Preis in Paul- Goldschmidt- Preis umbenannt.
Als Paul Goldschmidt 2010 starb, verlor ISAAC- GSC einen großen Unterstützer.

2011 waren für den Preis nominiert:

  • Aaron Schal
  • Dominik Engelhardt
  • Christoph Bodach
  • Anama Fronhof
  • Gabi Rennert

Gewonnen hat den Paul- Goldschmidt- Preis 2011 Gabi Rennert.

Gabi Rennert ist 48 Jahre alt und wohnt in Mainz. Sie hat schon eine Vielzahl von Vorträgen zum Thema Unterstützte Kommunikation gehalten und war bereits als unterstützt kommunizierende Beisitzerin im Vorstand von ISAAC- GSC aktiv. Zur Zeit ist sie als Sprecherin der Co- Referenten von ISAAC- GSC gewählt.
Gabi engagiert sich auch in der ISAAC- Regionalleitung Rheinland/ Pfalz- Saar und hat im Rahmen dieser Tätigkeit schon einige Fort- und Weiterbildungen und Treffen der unterstützt Kommunizierenden in Rheinland/ Pfalz mit organisiert. Auf dem Jahrestreffen der unterstützt Kommunizierenden übernimmt Gabi Rennert schon seit einiger Zeit die Leitung und Planung der Gruppe der Kommunikationsassistenten.

Gabi Rennert regelt ihre Assistenz selbst und meistert ihr Leben selbständig. In ihrer Wohnung lebt sie alleine mit ihren Meeerschweinchen und zwei Katzen. Sie hat ein offenes Ohr für jeden Menschen und steht dabei auch gerne mit Rat und Tat zur Seite. Selbst ein Unwetter wie "Kyrill" bringt Gabi nicht vom Weg ab. So wusste sie sich in Düsseldorf, als die Züge während des Unwetters nicht mehr weiterfahren durften, selbst zu helfen, denn sie war ohne Assistenten unterwegs.
Sie hat es im Oktober 2010 geschafft, von ihrer Krankenkasse einen EcoTalker mit Augensteuerung zu bekommen.

In einem Zeitschriftenartikel äußerte sie sich einmal über folgende Beobachtung aus ihrem Alltag und ihre Wünsche für die Zukunft. So schrieb sie: "Eigentlich mag ich es überhaupt nicht, wenn Kinder mich ansehen und dann die Gelegenheit hätten, mich etwas zu fragen, aber dann von ihren Eltern weggezogen werden. Bloß keine Fragen stellen, am Ende könnte es mich ja stören. Oder? Ich habe das Gefühl, dieses Verhalten macht mich zu einem unbekannten Geheimnis für die Kinder und außerdem behindert mich dies noch zusätzlich. Was ich mir wünsche, und das möchte ich ausdrücklich schreiben, dass Menschen kommen, sich das ansehen und mich fragen, was ich da habe. Dass die Leute nicht nur blöd gucken."

 Foto von Gabi Rennert in Rom